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KREISLIGA A Frankenberg



 

TSV Geismar - TSV Frankenau


Verloren aber warum ?


Frankenau unterliegt beim TSV Geismar, der effektiver war

Wer mehr Tore schießt, gewinnt. So einfach ist Fußball. Manchmal aber will man diese Rechnung allein nicht gelten lassen. Auch Lars Lauer tat das nicht. „Am Ende steht wieder eine Niederlage, bei der man wir nicht richtig wissen, wie diese Zustande gekommen ist“, sagte ein enttäuschter Frankenauer Trainer.

Sein TSV hatte soeben das Lokalduell beim TSV Geismar mit 1:4 verloren. Zu hoch letztlich, aber nicht unverdient gewann die Elf von Simon Jeude, da sie effektiver agierte. Geismars Coach pflichtete Kollege Lauer bei: „Wir haben, besonders im ersten Durchgang, keine gute Leistung gezeigt und hätten den Ausgleich bekommen oder sogar in Rückstand geraten können, spielte Jeude auf eine starke Frankenauer Phase ab Mitte der ersten Halbzeit an.

Zuvor mussten die Gäste allerdings schon das Geismarer 1:0 durch Christian Ochse hinnehmen, der den Ball freistehend aus 16 Metern mit einem strammen Schuss im Tor unterbrachte (12.). Danach wurde die Lauer-Elf immer agiler und hatte durch Wickert (21.) und Leon Schäfer (32.) gute Einschussmöglichkeiten. Die beste Gästechance vergab Kapitän Marvin Schmermund, der aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf (38.). „Zu diesem Zeitpunkt hätten wir den Ausgleich absolut verdient gehabt“, sah Lauer seine elf zurecht am Drücker.

Nach Wiederanpfiff musste er dann mit ansehen, wie Dominik Dumbovic nach einem ruhenden Ball aus dem Gewühl heraus das überraschende 2:0 erzielte (51.). Dieser Treffer schien die Heimelf zu beflügeln, doch Rainer Kann verzog knapp (53.) und Christian Ochses Versuch klatschte an den Pfosten (55.). Besser machte es Geismars Torjäger Marco Zelinski, der seinen Bewacher stehen ließ und trocken zum 3:0 einnetzte. Die „Ziegenbockstädter“ ließen sich weiterhin nicht hängen und überzeugten durch starken kämpferischen Einsatz. Diesen hätte Jonas Wickert gleich mehrfach mit Toren belohnen können, doch dem Stürmer fehlte auch das nötige Quäntchen Glück (63., 69., 74.). Besser machte es Teamkollege Ali Osman, der aus 25 Metern einfach mal abzog. Geismars Keeper Michael Frank zeigte sich überrascht –  3:1.

Die Frankenauer Hoffnung, das Spiel eventuell noch zu drehen, war allerdings nur von kurzer Dauer, denn Antonio Vlahovic stellte vor der Schlussviertelstunde aus 40 Metern auf 4:1 – wobei Frankenaus Torwart Sören Lüttich keine gute Figur machte. Blieb Lars Lauer nur, vorauszuschauen und seiner Elf wegen des starken kämpferischen Einsatzes ein Kompliment zu machen. „Hier hat jeder alles gegeben, und es schieß auch keiner den Ball absichtlich vorbei.“ Auch Jeude konnte mit der zweiten Halbzeit seiner Elf zufrieden sein. „Da haben wir zielstrebiger nach vorne gespielt, sodass der Sieg verdient war.“



Irgendwie weggekratzt:

Die Frankenauer Luis Dettmar und Nils Schäfer klären den Schuss von Dominik Dumbovic auf der Linie.
Dieser markierte aber das zweite Tor für Geismar.

Geismar: Frank – P. Klinge, Grass, Bohland, Ernst, K. Klinge, Dumbovic, Kann, Vlahovic, Zelinski, Ochse (Ködding, Mütze, Battefeld).

Frankenau: Lüttich – Ruhwedel, Stroß, Scheerer, Dettmar, Schmermund, Wickert, L. Schäfer, Osman, Volkmann, N. Schäfer (Tönges, Röhling, Möller).

SR: Horst Pfannkuche (Lelbach/Rhena).

Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 Christian Ochse (12.), 2:0 Dominik Dumbovic (51.), 3:0 Marco Zelinski (57.), 3:1 Ali Osman (61.), 4:1 Antonio Vlahovic (74.).

HNA, 17. September  2018
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